Totes Meer

Beschreibung: Entlang des Toten Meeres befinden sich eine Reihe von Stränden, an  einigen werden Eintrittsgelder erhoben,  30 bis 50 NIS für Erwachsene. Bei Ein Gedi und entlang des Hotelabschnittes in En Bokek ist der Strandbesuch kostenlos. Parken kostet etwa 20 NIS.

Sich im Toten Meer treiben zu lassen ist eine einzigartige Erfahrung, die man selbst erleben muss und die man nur hier machen kann. Ein zweiter Pluspunkt des Toten Meeres ist, dass die Gefahr eines Sonnenbrands geringer ist als an anderen Orten. Da das Tote Meer so tief liegt, werden die UV-Strahlen auf dem Weg von der Sonne zur Haut länger gefiltert und sind unten nicht mehr ganz so gefährlich. (Man sollte sich aber trotzdem unbedingt mit Sonnencreme eincremen!)

Totes Meer

Geschichte des Toten Meeres

Das Tote Meer ist eigentlich eine Ansammlung aus Wasserüberresten. Vor 10.000 Jahren war sein Wasserspiegel 200 Meter höher als heute. Das meiste Wasser verdunstete und nur das Salz blieb übrig. In den 1950ern hat man den südlichen Teil des See Genezareth aufgestaut, sodass der Jordan, der vorher die Hauptzuflussquelle des Toten Meers war, fast ganz austrocknete. In den letzten Jahren ist der Pegel des Toten Meers jährlich um einen Meter gefallen. Es ist eine besorgniserregende Entwicklung, die eines der größten ökologischen Probleme Israels darstellt. Eine Folge dieses Austrocknens des Toten Meers ist die Entstehung von Senklöchern – Löcher, die mitten im Sand an den Stränden des Toten Meers aufklaffen und die einen Durchmesser von bis zu zehn Metern haben können. Man kann einige solcher riesigen Löcher nördlich von Ein Gedi von der Straße aus sehen. Mit dem fallenden Pegel kommt Land zum Vorschein, dessen Salzgehalt besonders hoch ist. Süßwasser – also Regen oder Wasser aus unterirdischen Quellen – wäscht das Salz aus, bis die Erde darunter zusammenbricht. So entstehen die großen Löcher.

SenklöcherSenklöcher

Vor kurzem wurde eine Reihe von Vorschlägen gemacht, wie das Tote Meer gerettet werden könnte. Der erste wurde bereits vor hundert Jahren von Theodor Herzl, dem Begründer des modernen Zionismus, hervorgebracht. Er schlug vor, einen Kanal vom Mittelmeer zum Toten Meer zu bauen. Herzl dachte dabei weniger an die Rettung des Toten Meeres als vielmehr an die Produktion von Strom durch die Nutzung des Höhenunterschiedes zwischen dem einen und dem anderen Meer. Eine andere Idee war es, Wasser vom Roten Meer zum Toten Meer zu leiten, einerseits um letzteres mit Wasser zu versorgen und andererseits, um auf diese Weise Strom zu produzieren. Das Hauptproblem dabei ist, dass keiner weiß, wie ein Zufluss von anderem Meerwasser die Beschaffenheit des Wassers im Toten Meer beeinflussen würde. Eine andere Idee – wohl die einfachste und logischste Idee von allen – ist es, den Damm am See Genezareth aufzubrechen um den ursprünglichen Zufluss von Wasser zum Toten Meer wieder zu gewährleisten. So würde der Jordan zu neuem Leben erweckt und die Gefahr des Austrocknens des Toten Meeres wäre gebannt. 

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