Haifa port

Haifa

Ein berühmter Jerusalemer Erzähler antwortete auf die Frage, warum er noch nie in Haifa gewesen sei: „Ich war zwei mal da, aber es war geschlossen.“ Haifa hat das Image einer weiteren ganz normalen Stadt. Haifa fehlt die „Heiligkeit“ von Jerusalem und die „Coolness“ von Tel Aviv und deswegen ist es tatsächlich eine ziemlich normale israelische Stadt. Während in Jerusalem jede Gruppe in ihrem eigenen Viertel lebt, wohnen Juden, Christen, Muslime und Drusen in Haifa in friedlicherer Nachbarschaft, als in jeder anderen israelischen Stadt.

Haifa

Blick auf die Haifaer Bucht vom Berg Carmel.

Die ältesten Relikte menschlicher Siedlung in Haifa sind 3.500 Jahre alt und seit dem 11. Jahrhundert war Haifa dauerhaft besiedelt. Bis vor etwa 150 Jahren befand sich die Stadt jedoch immer an zweiter Stelle nach Akko, der historischen Hafenstadt. 1867 brachten die deutschen Templer Haifa mit ihren Siedlungen außerhalb der Altstadt den ersten Aufschwung.  Den ersten Pier errichteten die Russen, doch letztendlich machten die Briten, die das Land Israel 1917 am Ende des ersten Weltkrieges eroberten, Haifa zur wichtigsten Stadt im Norden.

Die Nordküste Israels reizte die Imperien auf der anderen Seite des Meeres schon immer. In Caesarea waren es vor 2000 Jahren die Römer, in Akko vor 1000 Jahren die Kreuzfahrer und in Haifa waren es im 20. Jahrhundert die Briten.  Diese errichteten einen Tiefseehafen und daneben Raffinerien für eine Ölpipeline aus dem Irak. Viele Juden und Araber arbeiteten in den 1920er und 30er Jahren für Britische Bauprojekte und so wurde Haifa zu einer „roten“, sozialistischen Stadt. Es ist ein Überbleibsel von Haifas Ursprung als „Arbeiterstadt“, dass hier auch am Shabbat, dem ofiziellen Ruhetag, öffentliche Verkehrsmittel fahren.

Mit 280.000 Einwohnern ist Haifa ist die dritt größte Stadt Israels. Sie erstreckt sich von der Küste bis hinauf auf den Berg Carmel. Die Hauptattraktionen der Stadt sind die Bahai Gärten und die Deutsche Kolonie.

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