Akko

Akko

Wie viele andere Städte in Israel blickt auch Akko (auf deutsch liest man manchmal auch „Akkon“) auf mehrere tausend Jahre Geschichte zurück. Als Hafenstadt war Akko das nödliche Tor zum Land Israel und erlebte als solches viele Kriege und viele Herrscher. Besonders zwei Epochen prägten das Bild der Stadt mehr als andere: die Zeit der Kreuzfahrer und das Osmanische Reich. Akko

In Akko gibt es mehr Sehenswürdigkeiten aus der Epoche der Kreuzfahrer als irgendeiner anderen Stadt in Israel und das aus gutem Grund: Offiziell lautete der Name des Herrschaftsgebiets der Kreuzfahrer zwar „Königreich Jerusalem“, doch 100 Jahre von 200 Jahren seiner Existenz war Akko die Haupstadt des Kreuzfahrer Staates. Der Grund war, dass die Kreuzfahrer Jerusalem an den muslimischen Sultan Saladin verloren hatten. Nachdem die Kreuzritter Akko an die Mamlukken, eine muslimische Dynastie aus Ägypten, verloren, wurde die Stadt zerstört. Regionale Gouverneure des Osmanischen Reiches richteten die Stadt auf den Trümmern der Kreuzfahrerstadt wieder auf. Es gibt also eigentlich zwei übereinander liegende Städte – die unterirdischen Ruinen der Kreuzfahrer und die, von den Osmanen errichtete, heutige Stadt. Einen kritischen Moment erlebte die osmanische Stadt im Jahr 1799 bei der (am Schluss vergeblichen) Belagerung durch Napoleon. Doch letztendlich wurde der Abstieg Akkos nicht durch Krieg herbei geführt, sondern durch Konkurrenz. Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Hafen von Haifa nach und nach entwickelt und wuchs zum bedeutendsten Hafen in Nordisrael heran. Der Hafen von Akko, in seiner Bedeutung stets nur von Jaffa übertroffen, wurde unwichtig. Doch anders als in Haifa, wo der Hafen die eigentliche Stadt vom Meer abtrennt, ist die Altstadt von Akko auch heute noch bewohnt. Die alten Mauern, Gassen und Festungen stellen eine wenig herausgeputze und teilweise noch immer unterschätzte touristische Sehenswürdigkeit dar.

Akko Akko kann man gut an einem halben Tag besichtigen. Abends ist in der Altstadt nicht viel los. Nichtsdestotrotz gibt es einige Übernachtungsmöglichkeiten in Akko.

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