9 Dinge, die du vor einer Reise nach Israel wissen solltest

Eine Reise zu planen, ist immer sinnvoll. Wer mehr plant, ist interessierter, weiß mehr und wird die Reise wahrscheinlich auch mehr genießen. Warum das besonders für Israel gilt, wirst du gleich verstehen. Das solltest du wissen, bevor du nach Israel reist:

Israel ist sicher

Sicherheit ist immer ein wichtiges Thema. Niemand will seine wertvolle Zeit (und Geld) in einem Land verschwenden, wo er sich nicht wohl fühlt. Daher bekomme ich diese Frage oft zu hören. Die Antwort ist einfach: Ja, Israel ist sicher. Und ich bin nicht der einzige, der das sagt. Das Israelische Tourismus-Ministerium führt regelmäßig Umfragen unter Touristen durch, darüber, was ihnen gefallen hat und was nicht – und Sicherheit wird hier häufig als positive Erfahrung genannt. Tatsächlich fühlen sich manche, wenn sie nachts in Israel unterwegs sind, sicherer, als in ihren Heimatländern. Bevor Touristen nach Israel kommen, machen sie sich Sorgen wegen der Sicherheit. Aber wenn sie einmal angekommen sind, machen sie sich über ganz andere Dinge Gedanken: beispielsweise die hohen Preise. Und das bringt mich zum nächsten Punkt.
Israel ist sicher
Israel ist kein Kriegsgebiet

Israel ist nicht billig

Israel ist weder ein günstiger Ort zum Leben noch zum Reisen und als Tourist bekommt man dies vor allem bei zwei Dingen zu spüren: bei den Preisen für Hotels und Restaurants. Wenn du das Gefühl hast, mehr gezahlt zu haben, als angemessen gewesen wäre – willkommen im Club. Eine Nacht im 5-Sterne-Hotel kostet um die 350 Euro für ein einfaches Zimmer und eine Nacht im 3-Sterne-Hotel kostet etwa 150 Euro. Wenn du weniger bezahlen willst, dann nimm dir ein Zimmer in einem Hostel. Diese Option ist sehr zu empfehlen – Beispiele findest du hier: Hostels in Jerusalem, Hostels in Tel Aviv. Was Restaurants angeht: Sie können sehr teuer sein – in jedem Fall als erstes in die Karte schauen, selbst wenn du nur einen Orangensaft oder einen Kaffee bestellen möchtest. Streetfood ist hier eine sehr gute Alternative. Anders als in anderen westlichen Ländern, in denen Streetfood oft sehr ungesund ist, ist israelisches Streetfood wie Falafel, Sabich und Hummus deutlich besser. Was dafür in Israel relativ günstig ist, sind Eintrittspreise (wie beispielsweise für die Nationalparks) und Verkehrsmittel (Taxis und ÖPNV).

Die Wüste Negev

Als Israels touristische Highlights sind Jerusalem und die christlichen Stätten bekannt, auch Tel Aviv wird immer wieder hervorgehoben. Die Wüste dagegen, der Negev, ist die unbekannteste Attraktion in Israel. Wenn man Touristenführer fragt, warum er oder sie diesen Job gewählt hat, oder welchen Teil Israels sie besonders mögen, dann wird häufig der Negev genannt. Der Negev macht 50 % der Gesamtfläche Israels aus. Wer Wüstenlandschaften mag und im Winter (November bis Februar) kommt, musst du unbedingt Zeit in der Wüste einplanen! Mitzpe Ramon, am Rande des Ramon-Kraters, und Sde Boker eignen sich gut für Touren durch die Wüste. Beide liegen etwa zwei Autostunden südlich von Tel Aviv und Jerusalem. Auch weiter südlich gibt es noch zahlreiche Nationalparks wie HaHarava, Paran, Timna Park, die Eilat-Berge und vieles mehr.
Die Wüste Negev

März ist der beste Reisemonat für Israel

Auf Reisen merkt man oft erst, wie wichtig das Wetter ist. Zuhause arbeitet man meist drinnen, aber unterwegs ist man einen Großteil des Tages draußen. Wenn ich die beste Reisezeit für Israel benennen müsste, würde ich sagen März oder April. Der Winter ist nicht so kalt wie in den moisten euorpäischen Ländern. Die Durchschnittstemperatur in Tel Aviv ist 19°C und in Jerusalem 14°C. Die Wintermonate eignen sich gut, um Zeit in der sonnigen Wüste zu verbringen. Die durchschnittliche Temperatur in Eilat beträgt im Dezember 23°C. Der Sommer, besonders Juni, Juli und August, ist dagegen sehr heiß – 30-35°C jeden Tag.

Miete kein Auto in der Stadt

Du wirst in den Städten kein Auto brauchen. In der Wüste, den Golanhöhen und Galiläa dagegen ist es sinnvoller sich einen Mietwagen zu nehmen. In Jerusalem, Tel Aviv und Haifa ist ein Auto nur unpraktisch – viel Verkehr, teure Parkplätze und Israelis, die Autofahren wie die Italiener…
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Denk an die jüdischen Feiertage

Feiertage sind in Israel meistens jüdische Feiertage und Feste. Es ist toll sie zu erleben, aber man sollte sie bewusst einplanen – zumal der jüdische Kalender nicht dem gregorianischen entspricht. Allgemein sind das jüdische Neujahr, Jom Kippur und Sukkoth im September oder Oktober, Hanukkah ist um Weihnachten herum und Pessach im März oder April. Die Hotelpreise sind dann höher, vieles ist ausgebucht, Läden sind geschlossen und öffentliche Verkehrsmittel stehen still. Auch am Sabbat, also von Freitag Nachmittag bis Samstag Abend, gibt es keinen ÖPNV.
die jüdischen Feiertage

Israel ist klein

Da Israel so häufig in den Nachrichten ist, denken manche, das Land sei viel größer, als es ist. Aber Israel ist winzig – etwa so groß wie Hessen. Es dauert weniger als sechs Stunden, um von Metula, dem nördlichsten Punkt, nach Eilat, der südlichsten Stadt, zu fahren. Also, wenn einem Jerusalem zu viel wird, kann man innerhalb einer Stunde nach Tel Aviv fahren oder wenn einem das Tote Meer zu heiß wird, ist es nicht weit bis ins etwas kühlere Jerusalem.

Planen

Die wenigsten Leute reisen spontan nach Israel. Ich persönlich denke, dass das gut ist: es gibt dir Zeit, die Reise zu planen. Und mit planen meine ich nicht nur Hotels zu buchen und die Reiseroute auszuarbeiten, sondern auch über den Ort zu lesen. Die meisten Orte in Israel beeindrucken nicht auf den ersten Blick. Man muss ihre Geschichte kennen, um sie wirklich schätzen zu können. Meine Webseite und meine Broschüren sind ein guter Anfang, um sich über die Orte und die Geschichte Israels zu informieren.
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Sei offen für Neues

Israel sticht insofern aus vielen Reisezielen heraus, weil die meisten Touristen starke Gefühle damit verbinden: Man reist mit einem Sammelsurium aus religiösen und politischen Erwartungen und Konzepten an.  Was immer du suchst, wirst du auch finden: Konflikt und Frieden, Heiligkeit und Respektlosigkeit, Hoffnung und Verzweiflung. Aber ich möchte dir unbedingt ans Herz legen, Offenheit zu bewahren. Israel ist nämlich noch viel mehr, ein Ort, an dem die unterschiedlichsten Ideen, Menschen, Mächte und Religionen aufeinandertreffen. Nutze diesen Reichtum.

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