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7 goldene Regeln für die Planung einer Reise nach Israel

Planen, planen, planen!

Was für andere Ziele gilt, gilt auch für Israel: eine gute Vorbereitung bereichert die Reise selbst. In der heutigen Gesellschaft will man spontan sein und sich treiben lassen. Billige Flüge und ständiger Zugang zu allen möglichen Informationen durch unsere Smartphones haben unser Reisen verändert. Aber dabei haben wir auch etwas verloren. Ich erinnere mich, wie meine Großmutter ihre Reisen ins Ausland plante (obwohl sie immer organisierte Touren mitmachte): Sie las über die Orte, die sie besuchen wollte, studierte Karten, dachte darüber nach, was sie an ihren freien Tagen machen könnte, und machte sogar noch einen Kurs, um ihr Englisch zu verbessern. Es ist bezeichnend, wie viele Teilnehmer meiner Führungen nach dem Ende der Führung zu mir kommen und fragen: „Was könnten wir noch machen?“ Und wenn ich dann frage, wofür sie sich denn interessieren, können sie mir keine Antwort geben. Gute Planung besteht nicht notwendigerweise darin, eine Check-Liste anzulegen und sie sklavisch abzuarbeiten. Es bedeutet, über einen Ort zu lesen, über die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten oder auch den Roman eines einheimischen Autors, Unterkünfte bewusst zu wählen. Ich sehe, dass diejenigen Teilnehmer einer Führung, die ihre Reise vorbereitet haben, sie viel interessanter finden und mehr davon haben.

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Verbringe Wochentage außerhalb der Städte und Wochenenden in den Städten

Reisende neigen dazu zu vergessen, dass der Rest der Welt arbeiten muss. In Israel sind die Werktage Sonntag bis Donnerstag. Ich empfehle so zu planen, dass man die Werktage außerhalb der Städte – weit entfernt vom dichten Verkehr, in der Weite des Negev oder Galiläas – verbringt und Wochenenden in den Städten, wo es dann auch mehr Veranstaltungen gibt. Daneben darf man nicht vergessen, dass zwischen Freitag Nachmittag und Samstag Abend keine öffentlichen Verkehrsmittel fahren, weswegen es auch besser ist eine Unterbringung im Stadtzentrum zu haben.

Plane das Wetter mit ein

Reisende beschweren sich oft über das Wetter – und das zu Recht. Als Tourguide besucht man immer wieder dieselben Orte mit unterschiedlichen Leuten. Dabei muss ich ganz klar sagen, dass die Leute bei Regen weniger leicht zum Lachen zu bringen sind und insgesamt weniger Reagieren. Auch darf man nicht vergessen, dass man als Reisender viel Zeit draußen verbringt und 30 °C werden sich in Tel Aviv anders anfühlen, als dort, wo man herkommt. Man kann das Wetter nicht beeinflussen, aber man kann so planen, dass man die heißesten und kältesten Tage drinnen verbringt – in Museen und unterirdischen Sehenswürdigkeiten beispielsweise.

Buche einen Reiseführer

Die meisten israelischen Reiseführer sind sehr gut. Die Ausbildung dazu ist sehr intensiv und nur 50 Prozent der Anwärter bestehen die Prüfungen. Der große Vorteil dabei, einen Führer zu haben, ist nicht nur dessen Wissen, sondern auch seine oder ihre Fähigkeit, dieses Wissen interessant zu vermitteln. Im Unterschied zu anderen Staaten des Mittelmeerraumes, wo es oftmals üblich ist, dass Führer nur für eine Stadt oder eine Sehenswürdigkeit zuständig sind, kennen israelische Reiseführer das ganze Land und können einem dabei helfen, den Rest der Reise zu planen und einem wertvolle Tipps geben. Wenn man nur für einen kurzen Aufenthalt im Land ist, empfehle ich einen Führer nachdrücklich. Dieser wird dafür sorgen, dass man die verschiedenen Orte besser versteht und historische Zusammenhänge aufzeigen. Die Kosten für einen Führer beginnen bei 250 Dollar pro Tag ohne Auto (in den großen Städten braucht man jedoch auch kein Auto) und mit einem Auto für Ausflüge ins Negev, Gliläa oder die Golan Höhen bei 450 Dollar.

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Habe keine Angst zu feilschen

Wenn man ein Hotel für drei Nächte bucht, kann man versuchen ein Upgrade oder eine Vergünstigung zu bekommen – in Israel ist es völlig üblich, zu verhandeln. Gerade auf den Märkten können Händler unverschämt sein, sodass man feilschen muss. Sei nicht schüchtern, geh zum nächsten Stand und frag nach dem Preis (letztlich bieten ohnehin fast alle die gleichen Dinge an; die Souvenirs kommen zum Großteil aus China).

Nutze Israels kleine Größe

Einer der großen Vorteile Israels für Touristen ist seine Größe. In diesem kleinen Land liegen das Meer, die Wüste, die Berge und Städte mit unterschiedlichen Charakteren sehr nahe beieinander. Tel Aviv gefällt einem nicht? Jerusalem ist nur eine Stunde entfernt. Der Jerusalemer Winter ist einem zu kalt? In einer weiteren Stunde ist man am warmen Ufer des Toten Meeres. Es wird einem zu heiß? Das kühlere und bergige Galiläa ist nur zwei Stunden entfernt.

Wirf ab und zu einen Blick auf eine Karte

Eine Karte wiegt tausend Wörter auf. Am Flughafen Ben Gurion, in der Halle, in der man sein Gepäck einsammelt, kann man kostenlose Karten von Israel und den wichtigsten Städten am Schalter des Touristik-Ministeriums bekommen. Wenn du die nächsten Tage planst, falte die Karte auseinander und breite sie vor dir aus – und plötzlich siehst du, dass Caesarea auf dem Weg nach Haifa liegt, das Megiddo bei Nazareth liegt und dass du, wenn du vom See Genezareth nach Süden fährst, ans Tote Meer kommst.

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