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Der Flug nach Israel und züruck

Der Flug nach Israel

Deine Reise nach Israel beginnt, bevor du überhaupt das Land betrittst. Sie wird am Flughafen beginnen, an egal welchem, von dem du fliegst. Wenn du in der Schlange stehst, wirst du höchstwahrscheinlich Israelis sehen, die auf dem Heimweg sind. Sie sind leicht zu erkennen – sie reisen mit riesigen Koffern. Israelis können kaum aufhören zu shoppen, wenn sie im Ausland sind. Als Tourguide in Israel und für Israelis im Ausland kann ich wiederum nicht aufhören, mich darüber zu wundern. Touristen, die nach Israel kommen, kaufen normalerweise Schmuck, eine Jesus-Figur aus Olivenholz, ein paar Datteln, und das war es dann meistens auch schon. Israelis dagegen kaufen, wenn sie im Ausland sind, Schuhe, elektronische Geräte und etwas sehr Israelisches: Geschenke für ihre Kinder.

Du wirst auch merken, dass die Sicherheitsvorkehrungen schärfer sind. Manchmal gibt es eine zusätzliche Sicherheitskontrolle nach dem Duty-Free-Bereich vor dem Gate und es kann sein, dass dir einige Fragen gestellt werden, bevor du einchecken und dein Gepäck aufgeben kannst. Jedem werden dieselben Fragen gestellt und man sollte das nicht persönlich nehmen (dabei wird ein alleinreisender Mann in den Zwanzigern eventuell genauer befragt, als eine Familie, die gemeinsam reist).

Security check and questioning before check-in
Sicherheitscheck und Befragung vor dem Einchecken.

Obwohl Israel fast acht Millionen Einwohner hat, gibt es nur einen internationalen Flughafen: den Flughafen Ben Gurion (abgekürzt NATBAG auf Hebräisch oder TLV – Tel Aviv). Wenn du mit El Al, der nationalen Fluggesellschaft fliegst, kannst du damit rechnen, nach der Landung das bekannte Lied von Arik Einstein „Wie gut, du bist zuhause“ zu hören. Auch klatschen Israelis oftmals nach der Landung. Und bevor das Signallämpchen ausgeht, springen Israelis auf, als müssten sie schnellstmöglich das Flugzeug verlassen. Das gehört zu der sehr israelischen Fähigkeit, im Stress zu sein und seine Manieren zu vergessen.

Ben-GurionSchalter des Touristik-Ministeriums
Kostenlose Karten und Informationen am Schalter des Touristik-Ministeriums.

Bei der Passkontrolle wird der Pass nicht gestempelt, wenn man es nicht will – zum Beispiel, weil man noch in arabische Länder reisen will, die einen zum Teil zusätzlich befragen, wenn man einen israelischen Stempel im Pass hat. Danach sammelt man sein Gepäck ein und passiert den Zoll.

Das Touristik-Ministerium unterhält einen Schalter am Flughafen Ben Gurion. Er befindet sich direkt nach der Pass-Kontrolle in der Gepäckhalle. Dort kann man kostenlose Karten mitnehmen oder Hilfe bei der Weiterreise oder einer Hotelbuchung bekommen.

Anbindung des Flughafen Ben Gurion (TLV)

Der Flughafen Ben Gurion liegt in der Mitte Israels, zwischen Jerusalem und Tel Aviv.

Flughafen Ben Gurion nach  Tel Aviv – 20 km
Flughafen Ben Gurion nach Jerusalem – 40 km (25 miles)
Flughafen Ben Gurion nach Haifa – 110 km (70 miles)

Tel Aviv ist die Stadt, die vom Flughafen aus am einfachsten und günstigsten zu erreichen ist. Vom Flughafen fährt ein Zug nach Tel Aviv (und z.B. nach Norden Richtung Haifa). Nach Jerusalem gibt es bisher keinen Zug (die Strecke ist im Bau und soll 2017 eröffnet werden). Allerdings fahren einen Sammeltaxis (á 10 Personen) des Unternehmens „Nesher“  für 60 NIS (New Israeli Shekel, kurz Shekel) dorthin. Selbstverständlich kann man auch ein reguläres Taxi zu jedwedem Ziel nehmen, aber diese sind natürlich teurer.

Beachte, dass in Israel zwischen Freitag Nachmittag und Samstag Abend keine öffentlichen Verkehrsmittel fahren.  Auch die Züge fahren zwischen Freitag Nachmittag und Samstag Abend nicht (Homepage der israelischen Eisenbahn). Sammeltaxis nach Jerusalem und andere Taxen nach Tel Aviv und sonstwo fahren weiterhin.

Der Rückflug von Israel

Ich empfehle, die letzte Nacht vor der Abreise aus Israel in Jerusalem oder, noch besser, in Tel Aviv zu verbringen. Beide Städte sind etwa 40 Minuten vom Flughafen entfernt, sodass man, sollte ein Problem auftreten – ein Taxi nicht kommen oder ein Zug ausfallen –, genug Zeit hat, eine Alternative zu finden. Von Tel Aviv aus kann man sehr günstig zum Flughafen kommen und es gibt Züge, die regelmäßig zum Flughafen fahren. Es wird geraten, mindestens zweieinhalb Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Der Flughafen Ben Gurion ist, wie erwähnt, der einzige internationale Flughafen in Israel. Und da Israelis die meisten Nachbarstaaten nicht betreten dürfen, ist es nicht nur das Tor, durch das alle Touristen Israel betreten, sondern auch das Tor, durch das alle Israelis Israel verlassen, wenn sie reisen. In den meisten Unterkünften und Sehenswürdigkeiten trifft man hauptsächlich andere Touristen. Hier am Flughafen trifft man Israelis und zwar alle möglichen: Israelis der unteren Mittelklasse auf dem Weg in den Urlaub; junge Israelis am Beginn ihrer großen Reise nach Südamerika oder Indien nach dem Dienst in der Armee; orthodoxe Juden, die ihre Gemeinden auf der ganzen Welt besuchen; Geschäftsleute; Paare, die ihre Kinder bei den Großeltern gelassen haben und sich ein paar Tage Ruhe gönnen wollen; Rentner-Reisegruppen und so weiter. Während man im Duty-Free-Bereich sitzt, kann man die gesamte israelische Gesellschaft beobachten.

Duty Free

Nach der Pass- und Sicherheitskontrolle betritt man die letzte wichtige israelische Institution: den Duty-Free-Bereich. Israelis lieben ihn. Viele kommen erst in letzter Minute zum Flugzeug, weil sie noch einkaufen waren. Urlaub und Shopping sind für Israelis Synonyme und der Urlaub beginnt im Duty-Free-Bereich.

Ben-Gurion-TLV-airport Duty-Free
(Der israelische Urlaub beginnt im Futy-Free-Bereich.)

1989 erfanden Israelis einen Duty-Free-Service „Arrival Collection Service“, was bedeutet, dass man vor dem Flug einkaufen geht und das Gekaufte erst beim Rückflug nach der Landung wieder einsammelt. Dies hat dazu geführt, dass die Duty-Free-Läden am Flughafen Ben Gurion auch große Produkte verkaufen und viele Israelis nun dort neben dem üblichen Alkohol, Kosmetika und Zigaretten auch Fernseher, Waschmaschinen und Kühlschränke kaufen. Und dazu, dass der Duty-Free-Bereich diverse Weltrekorde hält – z.B. in Bezug auf die Größe und den Umsatz pro Person – und ein völlig neues, nationales Konsumentenverhalten geprägt wurde, von dem ich, ehrlich gesagt, nicht weiß, ob es eine gute Sache ist.

Fϋr weitere Informationen: Israel Airports Authority

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